Faye Thomasberger Faye Thomasberger

Benkung Belly Binding

Bengkung Belly Binding im Wochenbett

Bengkung Belly Binding ist eine besondere Wickeltechnik bei der die Wöchnerin von der Hüfte bis zum Brustkorb in ein langes Tuch gewickelt wird. Diese besondere Wickeltechnik ist in der malaysischen Kultur verankert und soll der frisch gebackenen Mutter Wärme und Geborgenheit schenken in der Zeit des Wochenbetts. In vielen anderen Kulturen auf der Welt findest du ähnliche Techniken. Auch in unserem Kulturkreis finden sich immer wieder alte Aufzeichnungen, dass vergleichbare Methoden auch bei uns im Wochenbett angewandt wurden. Leider ist dieses alte Wissen bei uns wie so vieles in Vergessenheit geraten, was mich umso dankbarer macht diese traditionelle Kunst aus Malaysia gelernt haben zu dürfen. Bengkung ist malaysisch und bedeutet Gürtel. Ungefähr vier, fünf Tage nach der Geburt wird die Wöchnerin, insofern medizinisch nichts dagegen spricht, mit viel Liebe und etwas Geduld in das ca. 14-20m lange Tuch gewickelt. Kurz über dem Schambein wird begonnen das Tuch um die Hüften der Frau zu wickeln. Eine Tuchbahn liegt währenddessen über ihrer Schulter. Bei jeder Umrundung, wenn die beiden Tuchbahnen sich kreuzen, werden die beiden Bahnen miteinander verwickelt, eine Art Knoten entsteht. Und so wandern die Tuchbahnen und die kunstvoll gewickelten Knoten über den Bauch der Frau bis unter ihre Brust. “Wie ein Weihnachtsgeschenk” sagte ein Vater, als er seine Partnerin das erste Mal in das Tuch gewickelt sah. Die Frauen schenken mir meist ein dankbar, seeliges Lächeln “Das fühlt sich so gut an!”.

In das Belly Bind eingewickelt zu sein fühlt sich an wie eine feste Umarmung. Nach der Geburt ist unsere Körpermitte erstmal geschwächt und darf wieder gestärkt werden. Das Belly Bind schenkt uns während der ersten Wochen Stabilität und hilft uns eine gute Haltung einzunehmen, was gerade auch beim Stillen ungemein hilfreich sein kann. Während der Schwangerschaft driften die geraden Bauchmuskeln auseinander um Platz für die wachsende Gebärmutter zu machen. Die sogenannte Rektusdiastase entsteht, die sich normalerweise innerhalb von 12 Wochen nach der Geburt wieder zurück bildet. Hierbei kann das Bengkung Belly Binding sanft unterstützen, indem es die Bauchmuskeln wieder zusammenführt und eine bleibende Rektusdiastase vorbeugt. Der Wochenfluss und die Rückbildung der Gebärmutter werden durch den leichten Druck angeregt und alle Organe, die nach der Geburt etwas Zeit brauchen wieder an ihren Platz zu finden, bekommen eine sanfte Hilfestellung. Das lange Tuch, das eng um den Oberkörper der Frau gewickelt wird, wärmt ihren Bauch und Unterleib, was durch eine ayurvedische Bauchpaste noch verstärkt werden kann. Diese besteht aus Heilerde und verschiedenen Gewürzen und wirkt wärmend, entspannend, entzündungshemmend und entgiftend und unterstützt damit aktiv den Heilungsprozess.
In vielen Kulturen ist Wärme eines der wichtigsten Heilungselemente für die Zeit des Wochenbetts. Die frisch geborene Mutter sollte nach Möglichkeit in den ersten Wochen nach der Geburt nur warme Getränke und Mahlzeiten zu sich nehmen, sich selbst nur in warmen Räumen aufhalten und immer wohlig warm eingehüllt sein.

Neben dem physischen Support wirkt das Bengkung Belly Binding auch auf mentaler Ebene. Kunstvoll in das lange Tuch eingewickelt zu sein, gibt uns ein Gefühl von Schutz und Geborgenheit. Wir fühlen uns gehalten in einer Zeit, die uns wie kaum eine andere Zeit in unserem Leben durcheinander wirbeln kann und in der oft kein Stein auf dem anderen bleibt. Unser Bauch, der während unserer Schwangerschaft Monat für Monat gewachsen ist und in dem unser Kind immer mehr Raum eingenommen hat, fühlt sich nach der Geburt erst einmal unheimlich leer an. Viele Frauen haben das Gefühl, ihre Organe würden gleich hinausfallen, so weich und gedehnt ist das Gewebe nach Schwangerschaft und Geburt. Diesem Gefühl der Leere können wir die Stabilität und das Gefühl des Gehalten Werdens des Tuchs entgegensetzen. Frauen mit dieser besonderen Bindekunst in der sensiblen Zeit des Wochenbetts unterstützen zu können, bedeutet mir sehr viel. Denn dieses Gefühl von Gehalten und Getragen Sein kann nach meinem Besuch in Form des Tuches noch da bleiben und die junge Mutter kann es sich selbst immer wieder schenken, indem sie sich in das Tuch wickelt. Diese 15 Minuten, die sie täglich dafür aufwendet, sind 15 kostbare Minuten, die sie nur für sich nutzt. Eine kurze Auszeit. Eine kleine, aber wirkungsvolle Einheit Selbstfürsorge, die gerade in den ersten Wochen und Monaten mit Baby oft viel zu kurz kommt. Neben der Selbstfürsorge kann ihr das tägliche Belly Binding auch helfen ihr Körperbewusstsein positiv zu verändern. Jeden Tag berührt die Frau liebevoll ihren Bauch. Vielleicht hat sie ab und an sogar noch Zeit für eine kurze Ölmassage, bevor sie sich in das Tuch wickelt.
Das erste ins Tuch Wickeln, das die Frau vielleicht von ihrer Hebamme oder Doula gezeigt bekommt, kann wunderbar als kleine Zeremonie begangen werden. Dafür versuche ich immer eine wohlig, warme Atmosphäre zu erzeugen: Ich zünde einige Kerzen an, bereite der Wöchnerin ein kuscheliges, warmes Bett mit Kissen, Decken, Tüchern und einer Wärmflasche für die Füße und schicke sie währenddessen in die Badewanne oder mit dem Baby kuscheln. Wenn alles bereit ist, darf sie es sich auf dem Bett gemütlich machen und bekommt eine nährende Bauchmassage, wenn sie das wünscht. Während der Massage lade ich die Frau ein an die Zeit ihrer Schwangerschaft und die Geburt zurückzudenken.
Viele Frauen versinken dann ganz in ihre Gedanken, manche fangen an zu erzählen. Nach der Massage bringe ich die ayurvedische Bauchpaste auf ihren Bauch auf und umhülle sie mit einer Kompresse. Nun kann sie gut zugedeckt erst noch einen Moment ruhen, bevor ich sie dann in das Belly Bind einwickle.

Das Bengkung Belly Binding soll eine Einladung für die Frau sein sich ganz dem Wochenbett hinzugeben, sich wirklich Zeit und Ruhe für die Heilung und das Ankommen zu nehmen und soll sie nicht dazu verführen das Wochenbett zu früh zu beenden oder zu schnell wieder aktiv zu werden.
Diese wertvolle und wichtige Zeit des vierten Trimesters darf wieder mehr Beachtung und Bedeutung erfahren und darf voller Hingabe zelebriert werden.

Und das können die Frauen am besten, wenn sie Unterstützung auf allen Ebenen erfahren.

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Faye Thomasberger Faye Thomasberger

Was ist ein Mother Blessing (Blessingway)?

Was ist ein Mother Blessing (Blessingway)?

Im Mittelpunkt eines Mother Blessings steht die werdende Mutter. Sie soll gefeiert werden, gesegnet und mit Liebe überschüttet. In einem Kreis aus Herzensmenschen kann sie sich ganz diesem Übergangsprozess hingeben, in dem sie sich gerade befindet. Als schwangere Frau befinden wir uns nämlich in einer Art Transformation, derer wir uns oft gar nicht wirklich bewusst sind.

“Wenn im Körper einer Frau zwei Herzen schlagen, dann vollzieht sich ganz langsam eine ganz besondere Wandlung. Es ist wie bei der Raupe, die sich verpuppt und dann völlig verwandelt als Schmetterling in einen neuen Lebensabschnitt tritt.” schreibt das The Mothering Journey Magazin.

Mit den Geburten unserer Kinder verändern wir uns. Vieles darf bleiben, vieles darf gehen und dafür neues dazukommen. Und dies beginnt bereits in der Schwangerschaft bzw. oftmals schon mit dem Kinderwunsch.
Unsere Schwangerschaft ist ein Reifungs-, ein Entwicklungsprozess. Wir entwickeln uns nicht nur auf körperlicher Ebene und nicht nur unser Kind reift in uns heran, wir entwickeln uns auch auf seelischer und geistiger Ebene. Und für all das ist Raum im Mother Blessing (Blessingway). Für all die Gefühle, die die werdende Mutter oft richtiggehend durchrütteln, für ihre Wünsche und Hoffnungen und genauso für ihre Ängste und Sorgen. Alles was sie bewegt kann Raum finden.
Außerdem wird dieser Übergang, die Transformation, in der wir uns als schwangere Frau befinden, von der Frau zur Mutter, von der Mutter eines Kindes zur Mutter mehrerer Kinder, sichtbar gemacht und anerkannt. Die schwangere Frau wird an ihre Stärke erinnert, an ihre Schönheit, ihre Würde, ihre Weiblichkeit und urweibliche Kraft. Sie wird in einem liebevollen Kreis aus Frauen (und manchmal auch Männern) in den Kreis der Mütter aufgenommen und kann sich auf allen Ebenen- körperlich, geistig und seelisch- auf die bevorstehende Geburt einstimmen.

Oft ist es im Alltag schwierig, sich für diesen Prozess, diesen Übergang von der Frau zur Mutter (und der kann mit jedem Kind wieder neu durchrütteln und aufwirbeln) Zeit zu nehmen, gerade auch, wenn vielleicht schon ein Kind oder mehrere an der Hand sind. Und so gibt uns das Mother Blessing die Möglichkeit für einen kostbaren Moment all unsere Aufmerksamkeit und unsere Energie (und die unserer Herzensmenschen) auf diesen Prozess zu lenken und dadurch unheimlich gestärkt und geerdet der Geburt und unserer Mutterschaft entgegenzugehen.

“Geboren wird nicht nur das Kind durch die Mutter, sondern auch die Mutter durch das Kind.”
Gertrude von le Fort

Inspiriert wurde die Zeremonie durch eine heilige Zeremonie der Navajos, dem Blessingway. Frei übersetzt bedeutet Blessingway, Segnung des Weges, der vor dir liegt. Das Mother Blessing, wie wir es feiern, unterliegt keinen vorgeschriebenen Regeln oder Abläufen sondern wird ganz frei nach den Wünschen und Vorlieben der werdenden Mutter kreiert. Alles wird auf sie abgestimmt, so dass am Ende ein Raum entsteht, in dem sie sich öffnen und fallen lassen kann und in Verbindung gehen kann mit ihren Herzensmenschen, Mutter Natur, ihrem ungeborenen Kind und ihrem Innersten.

Warst du schon einmal Teil eines Mother Blessings?
Schreibe mir gerne hier oder auf Instagram von deinen Erfahrungen

WENN DU MEHR ÜBER DIESE BESONDERE ZEREMONIE ERFAHREN MAGST, KOMM IN UNSERE MOTHER BLESSING AUSBILDUNG. HIER LERNST DU ALLES, WAS ES BRAUCHT, UM EINE SOLCHE ZEREMONIE FÜR EINE ODER MEHRERE ANDERE FRAUEN ZU HALTEN.

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Faye Thomasberger Faye Thomasberger

Die 5 beliebtesten Rituale und Ideen für dein Mother Blessing

Die 5 beliebtesten Rituale für dein Mother Blessing

Mit Ritualen können wir Übergänge und Schwellenzeiten in unserem Leben begleiten, wie den Übergang von der Frau zur Mutter. Übergänge bringen immer Veränderungen, oft auch Herausforderungen mit sich und Rituale können uns helfen diese Übergänge bewusst zu begehen und zu gestalten.

Wenn eine Frau zu mir kommt und sich ein Mother Blessing (Blessingway) mit mir wünscht, versuche ich es in allen Facetten auf diese Frau zuzuschneiden. Ich bespreche mit der Frau, was genau sie sich wünscht, was sie erwartet, was sie fühlen und erleben möchte. Wir besprechen, ob es etwas gibt, das sie auf keinen Fall in ihrem Mother Blessing haben möchte.
Ich bekomme ein Gefühl für ihre Persönlichkeit, ihr Wesen, ihren Geschmack, das was ihr wichtig ist. Ich stimme mich auf sie ein.

Je nachdem was sie sich wünscht, wähle ich dann die Rituale für ihr Blessing aus. 

Hier ist meistens weniger mehr.
Die Rituale gehen oft viel tiefer als es im ersten Moment vielleicht wirkt und nehmen zeitlich, aber vor allem auch energetisch total viel Raum ein. Das heißt, wenn wir zu viele Rituale mit in das Mother Blessing nehmen, wird es für alle schwierig die Energie und den Fokus zu halten und die Rituale werden schnell zu leeren Hüllen.

Gerade um solche Übergänge, wie den von der Frau zur Mutter, zu begleiten und auch einfach sichtbar zu machen, bieten Rituale eine wunderbare Möglichkeit.

Sie geben uns Raum diesen Schritt von der Frau zur Mutter, von der Mutter eines Kindes zur Mutter mehrerer Kinder bewusst zu machen und bewusst zu begehen. Die Rituale geben uns die Möglichkeit für einen Moment innezuhalten und unseren ganzen Fokus, unsere ganze Aufmerksamkeit nur auf diesen Prozess zu lenken.

Im folgenden stelle ich dir nun die fünf beliebtesten und meist gewünschten Blessingway Rituale und Ideen vor.

Gemeinsames Singen

Nicht nur alleine zuhause unter der Dusche, sondern laut und mit anderen gemeinsam zu singen, fällt vielen nicht leicht, hat aber eine unheimliche Kraft.

Singen schafft Verbindung. Wir finden einen gemeinsamen Ton, schwingen uns miteinander und aufeinander ein und es kann eine Verbindung und Gemeinschaft entstehen, die ohne das gemeinsame Singen einfach deutlich mehr (Zeit) bräuchte.

Ein Netz weben
Wie mithilfe eines kleinen Wollknäuels innerhalb von Minuten eine Verbindung zwischen den Teilnehmerinnen geschaffen, das Gefühl von Gemeinschaft gestärkt und die Schwangere empowered wird, erfahrt ihr hier.

Alles was ihr braucht, ist ein kleines Wollknäuel. Bei der Farbe bevorzuge ich meist ein dunkles Rot, weil es für mich DIE Farbe für Schwangerschaft, Geburt und Weiblichkeit ist. Das Knäuel Wolle wird von Frau zu Frau gegeben, wobei jede Frau den Faden zwei-, dreimal locker um ihr Handgelenk wickelt. Das Knäuel kann sowohl reihum gegeben werden, als auch kreuz und quer- hierbei entsteht dann ein wunderbar sichtbares Netz zwischen den Frauen. Das Ritual kann in vollkommener Stille durchgeführt werden, es kann aber auch dafür genutzt werden alle Frauen einmal zu Wort kommen zu lassen. Zum Beispiel kann jede Frau, sobald das Knäuel an sie weitergegeben wurde, erzählen woher sie die Schwangere kennt und was sie an ihr schätzt. Mit der Weitergabe der Wolle kann jede Frau der Schwangeren sagen, was sie ihr für ihre Geburt und Mutterschaft wünscht. Es können (Geburts-) Geschichten geteilt werden. Es können Segen gesprochen werden oder einfach Worte der Ermutigung. Hier gibt es wirklich unendlich viele Möglichkeiten.

Wenn das Netz fertig gewoben ist, jede Frau einen Faden um ihr Handgelenk liegen hat und alle Worte gesprochen sind, werden die Fäden wieder durchtrennt. Dies kann die Schwangere, diejenige, die das Ritual leitet, oder einfach jede Frau selbst tun. Hierbei behält jede Frau den Faden um ihr Handgelenk und bekommt ihn als ein kleines Armband verknotet.
In vielen Blessingways wird nun vereinbart, dass alle ihr Band bis zum Tag der Geburt tragen und es zum Beispiel dann durchtrennen, wenn das Kind geboren ist oder auch wenn die Geburt gerade beginnt.
Für die Gebärende kann das bei der Geburt nochmal ein gutes Zeichen sein nun loszulassen und sich nochmal mit all den ermutigenden Worten des Blessings zu durchfluten. Auch die anderen Teilnehmerinnen werden durch das Armband immer wieder an die besondere Zeit des Blessingways erinnert und daran der Schwangeren immer mal wieder gute Gedanken zu schicken.

Kerzenrituale

Ein Ritualgegenstand, der in keiner meiner Zeremonien fehlt, ist die Kerze.

Kerzen sind unheimliche Stimmungsmacher, die direkt für eine ehrfürchtige und andächtige Atmosphäre sorgen. Kerzen sind ein Symbol für das Leben und damit absolut prädestiniert für ein Mother Blessing.

Neben Kerzen als Deko Element kannst du sie auch für eine Vielzahl von Ritualen nutzen.
In eine Kerze können zum Beispiel die Wünsche für die schwangere Frau gegeben werden und die Frau kann sie entzünden, wenn die Geburt beginnt, oder einfach, wenn sie etwas Support braucht.

Eine schöne Idee ist es auch zwei am Docht verbundene Kerzen zu nehmen und sie von der schwangeren Frau durchtrennen zu lassen als Symbol dafür, dass sie bereit für die Geburt ist.

Oft wird auch jeder Teilnehmerin eine Kerze überreicht, die sie mit Nachhause nehmen und zu Beginn der Geburt entzünden und damit der Gebärenden gute Wünsche schicken soll. Die Kerzen können beispielsweise von der Schwangeren an die Teilnehmerinnen überreicht werden und jede Teilnehmerin kann hierbei schon einmal laut aussprechen, was sie der Frau für die Geburt wünscht und mit welchen Gedanken sie die Kerze dann entzünden wird.

Blessing Armband

Ein weiteres Ritual, das wohl eines der populärsten in Bezug auf Mother Blessings ist, ist das Perlenritual. Jede Frau wird im Vorfeld (zum Beispiel mit der Einladung) gebeten, ein oder zwei Perlen für die Schwangere zu besorgen und zur Blessing-Feier mitzubringen. Ich habe immer auch ein paar Extraperlen dabei, falls eine der Frauen ihre Perlen vergessen hat oder keine besorgen konnte.
Für das Ritual wird außerdem noch eine dünne, aber stabile Schnur, eine Nadel für die Perlen mit sehr kleinem Loch und eine Schere benötigt.

Während dem Ritual überreicht nun jede Frau einzeln ihre Perlen an die Schwangere. Für jede Perle steht ein Wunsch, ein Segen oder eine Ermutigung, die sie der Schwangeren mit auf den Weg geben möchte.
Die Schwangere fädelt alle überreichten Perlen auf ein Band auf und erhält so je nach bevorzugter Tragweise, ein Armband oder eine Kette.
Diese kann sie dann bei der Geburt (gerne aber natürlich auch schon davor und danach!) tragen und sich mit jeder Perle an die bekräftigenden und ermutigenden Worte erinnern.

Erzählkreis

Dass Frauen im Kreis beisammen sitzen und ihre Geschichten miteinander teilen und sich gegenseitig bestärken ist eine uralte Tradition und darf endlich auch in unserer Zeit wieder mehr gelebt werden. Auch für ein Mother Blessing kann es total nährend sein, wenn von verschiedenen Frauen, vielleicht sogar verschiedenen Generationen Geschichten geteilt werden, bestärkende Geschichten über Geburt und Mutterschaft.

Wichtig ist hierbei darauf zu achten und daran zu erinnern wirklich nur bestärkende Geschichten zu teilen. Alle Geburtsgeschichten sind es wert erzählt zu werden und alle Geschichten brauchen ihren Raum. Während einem Mother Blessing ist Raum für alle bestärkenden Geschichten.

Fußbad

Einer anderen Person die Füße zu waschen ist in vielen Kulturen eine uralte Tradition.

Während einem Mother Blessing gibt ein traditionelles Fußbad der werdenden Mutter die Möglichkeit sich ganz entspannt zurückzulehnen, die liebevolle Pflege, die ihr zuteil wird, anzunehmen und sich voller Vertrauen und Entspannung dem hinzugeben.
Eine wunderbare Übung für die Geburt, denn hier geht es ganz stark ums Loslassen, ums Vertrauen und Entspannen.
Mit einem Fußbad werden die Füße gereinigt, die die werdende Mutter und zur Zeit auch noch das ungeborene Kind Tag für Tag durchs Leben tragen.
Da die werdende Mutter gerade an einem Übergang steht, können die Füße für diesen Schritt in ein neues Leben (das Leben als Mutter, als Familie) und für die Wege, die die Frau gehen wird, gesegnet werden.

Die Fußwaschung kann prinzipiell von jeder anwesenden Teilnehmerin durchgeführt werden. Es bietet sich an, eine Person auszuwählen, die der werdenden Mutter besonders vertraut ist.
Eine schöne Geste ist es, wenn beispielsweise die Hebamme oder die Geburtsbegleitung die Füße der Schwangeren wäscht und so ein Zeichen setzt, ganz im Dienst der Frau zu stehen.

Für das Fußbad wird eine ausreichend große Schale (lieber zu groß als zu klein!) benötigt, warmes Wasser (ich habe immer noch zusätzliches kaltes Wasser und eine Kanne heißes Wasser bereitstehen, um schnell die für die Schwangere angenehme Temperatur herstellen zu können), ein Kissen für die Massierende, ausreichend Handtücher, ein Massageöl und nach Belieben geeignete Badezusätze (zum Beispiel Meersalz, Blütenblätter und Rosenöl).

Wichtig ist, dass die Schwangere es während dem Fußbad wirklich bequem hat und sich zurücklehnen kann. Wenn sie es mag, können ihr während des Fußbads auch die Schultern, der Kopf und die Hände massiert werden. Dies können mehrere Frauen gemeinsam tun.
Für das Fußbad werden beide Füße vorsichtig in das warme Wasser gestellt (Achtung- nicht zu viel Wasser einfüllen!). Die Beine können immer wieder mit warmem Wasser umspült werden und wenn die Füße eine Zeit lang gebadet wurden nimmt die vor der Schwangeren kniende Frau die Füße einzeln aus dem Wasser, trocknet sie ab und massiert sie mit etwas Öl.

Es gibt Frauen für die ist die Vorstellung die Füße gewaschen zu bekommen eher schaurig als schön. Das möglichst in einem Vorgespräch erfragen. So können für jede Frau die passenden Rituale gefunden werden.

Wenn du mehr über diese besondere Zeremonie erfahren magst, komm in unsere Mother Blessing Ausbildung. Hier lernst du alles, was es braucht, um eine solche Zeremonie für eine oder mehrere andere Frauen zu halten.

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